Siedlung

An dieser Stelle wollen wir interessantes, geschichtliches oder andere wichtige Dinge zu unserer Siedlung sammeln und für alle unsere Siedler/innen veröffentlichen. Habt Ihr alte Fotos, Informationen , Berichte o.a.? Dann würden wir diese hier auch gern veröffentlichen.

 

 

Geschichte des Stadtteils Billstedt

Auf dem Gebiet des heutigen Hamburger Stadtteils Billstedt befanden sich einstmals drei Bauerndörfer, deren Existenz bereits für das beginnende 13. Jahrhundert belegt ist: Kirchsteinbek, Öjendorf und Schiffbek. Kirchsteinbek zum Beispiel wurde 1212 erstmals urkundlich erwähnt und erhielt 1239 aufgrund des Baus der ersten Kirche seinen Namen. Kirchsteinbek, wie auch Öjendorf, bleibt lange landwirtschaftlich geprägt, während sich in Schiffbek seit 1882 Industrie ansiedelte.
Die Gründung der Großgemeinde Billstedt wurde 1927/1928 durch den Zusammenschluss der drei preußischen Landgemeinden vollzogen. Da die Verstädterung bereits Anfang des 20. Jahrhunderts begonnen hatte entstand hier ein neuer Arbeitervorort Hamburgs. Im Zuge des Groß-Hamburg-Gesetzes von 1937 wurde das bis dahin preußische Billstedt in die Freie und Hansestadt Hamburg eingemeindet.

 

Die Märchensiedlung

Im Baustufenplan von 1938 ist das Gebiet, auf dem heute die Märchensiedlung wiederzufinden ist, bereits als Kleinsiedlungsfläche ausgewiesen. Mit der Erschließung der Siedlungsfläche begann man jedoch erst in den 40iger Jahren. Im Zuge des wirtschaftlichen Aufschwungs der Nachkriegszeit bestand der Bedarf nach Siedlungsflächen, auf denen man Einfamilienhäuser errichten konnte. Besonders in der Mittelschicht war der Wunsch nach einem Eigenheim mit Garten weit verbreitet. Diesem Wunsch wurde Rechnung getragen, indem man besonders in den Randlagen der Stadt begann, Flächen für den Einfamilienhausbau auszuweisen.

Die Märchensiedlung hat einen gartenstadtähnlichen Charakter. Die Häuser sind zum größten Teil ähnlichen Bautyp. Es sind zweigeschossige Einfamilienhäuser die mit einem Satteldach ausgestattet sind. Jedes Haus besitzt einen Garten. Die Erschließungsstraßen sind parallel zueinander angeordnet und weisen ein recht symmetrisches Muster auf. Die Verwirklichung von städtebaulichen Leitbildern lässt sich in der Märchensiedlung nur in Ansätzen beobachten. Dies ist wohl durch die Tatsache begründet, dass die Siedlung keiner einheitlichen Planung, wie etwa in Mümmelmannsberg, unterlag. Die Stadtplanung gab hier lediglich die Rahmenbedingungen, wie Erschließungsstraßen und Grundstücksgrößen vor.

Quelle: www.die-stadtwelten.de